Ein bereits vorhandenes Bild wird selbst zum Gegenstand einer neuen fotografischen Aufnahme...

Für meine Arbeiten verwende ich bereits vorhandene Bilder als Bildlayer, die unmittelbar vor dem Film in die Kamera eingesetzt werden. Während der Belichtung treffen so zwei Bilder direkt aufeinander: der Bildlayer und die Aufnahme, die im selben Moment durch die Kamera entsteht. Beide verbinden sich auf demselben analogen Filmmaterial zu einem neuen Bild.

Als Bildlayer verwende ich unterschiedliche fotografische Ausgangsmaterialien. Digitale Bilder werden auf transparente Folie gedruckt und unmittelbar vor dem Film platziert. In der Lochkamera geschieht dies im Kleinbildformat von 24 × 36 mm vor einem Farbnegativfilm. Als Bildlayer kann aber auch ein bereits vorhandenes Schwarz-Weiss-Kleinbildnegativ eingesetzt werden.

In allen Varianten entstehen während der Belichtung gleichzeitig eine Kontaktkopie des Bildlayers und die fotografische Aufnahme. Die beiden Bildebenen werden also nicht nachträglich zusammengefügt, sondern begegnen sich bereits in der Kamera.


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